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La Cenerentola
Oper
Aschenputtel

Rossinis Variante des Aschenputtel-Märchens entfacht nicht nur ein energetisch sprühendes Treiben, sondern auch ein virtuoses Fest der Stimmen. Mit Anna Brull in der Titelpartie durchleuchtet die junge italienische Regisseurin Ilaria Lanzino die quirlige Märchenwelt aus einer Perspektive, die Stereotype und festgefügte Geschlechterrollen unter die Lupe nimmt.
Nach dem Verlust ihrer Mutter lebt Angelina, Cenerentola genannt, gemeinsam mit ihren maßlosen Stiefschwestern bei ihrem Stiefvater und fristet ein trostloses Dasein. Sie ist anders als ihre Stiefschwestern, denn sie kann und will die Erwartungen, die an sie als junge Frau gestellt werden, nicht erfüllen.
Ähnlich wie ihr ergeht es dem Prinzen Don Ramiro. Die Märchenwelt verlangt von ihm, dass er endlich eine Prinzessin finden soll, um sie zu heiraten. Aber auch er hat Anderes im Sinn und will sich nicht den althergebrachten Regeln beugen. Also lässt Don Ramiro seinen Diener Dandini in seine Gestalt schlüpfen und eine Prinzessin suchen, um das System Märchenwelt vorerst zufrieden zu stellen.
Der Prinz trifft auf Cenerentola und sie erkennen sich als Geschwister im Geiste, als zwei, die überkommene Erwartungen nicht mehr erfüllen, sondern ein freies, selbstbestimmtes Leben führen wollen.
Gemeinsam bringen sie die Märchenwelt mit all ihren vorgefertigten Geschlechterrollen ins Wanken.
Schaffen es die beiden, all die Stereotype mit der Formel „Es war einmal…“ zu versehen?
In unglaublichen 24 Tagen entwarf Rossini das dramma giocoso, das mit wunderschönen Belcanto-Kantilenen, rasanten und atemberaubenden Koloraturen und den für ihn typischen rauschend-quirligen Ensembles beeindruckt und mit flirrender Heiterkeit das phantasievolle Märchen Aschenputtels erzählt.
Regisseurin Ilaria Lanzino untersucht mit humorvollem Augenzwinkern die dem Märchen innewohnenden Mechanismen zwischen Mann und Frau, in die sich der Prinz und Aschenputtel in Lanzinos Lesart nicht mehr fügen wollen.
Wir möchten darauf hinweisen, dass am Ende des 1. Aktes und in der Mitte des 2. Aktes Stroboskopeffekte verwendet werden.
Dauer: ca. 3 Stunden
eine Pause nach dem 1. Akt (nach ca. 1 Stunde, 35 Minuten)
Altersempfehlung: 13+
Quelle:
Oper Graz
26.6.25
-
26.6.25
19:00
Oper Graz
Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz
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